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Montreal (26.03. 2013)

Nachdem wir bei den Niagara-Fällen angekommen waren, sind wir dort auf einen Campingplatz gefahren und haben dort die Nacht verbracht. Am nächsten Morgen sind wir, nachdem wir geduscht und Wäsche gewaschen hatten, dann direkt zu den Fällen gefahren und haben sie uns noch mal bei Tageslicht angeschaut. Die Fälle sind ziemlich beeindruckend, aber es war verdammt kalt und wir haben uns dort nicht allzu lange aufgehalten. Danach ging es weiter nach Toronto und wir haben dort mal wieder auf dem Walmart-Parkplatz geparkt. Da wir in Toronto wieder alle volljährig waren, konnten wir dort dann feiern gehen und haben das dann auch abends mit einem Kumpel von Hans zusammen gemacht. War ziemlich cool und wir waren alle dezent betrunken. Den nächsten Tag haben wir also vor allem zum Ausnüchtern gebraucht und da Eva und Jacqueline in dem Hostel in das sie wollten (Toronto war für die beiden die Endstation) kein Zimmer mehr bekommen haben, wurde beschlossen noch eine weiter Nacht in Toronto zu bleiben. Am Abend haben dann noch plötzlich zwei Leute an unsere Tür geklopft, ein Mann und eine Frau die sich Shadow und Storm genannt haben und sich mit uns lange darüber unterhalten wie es so ist mit einem Wohnwagen zu reisen. Die beiden waren ziemlich ungewöhnliche Charaktere, aber es war echt nett sich mit ihnen zu unterhalten und letztendlich haben sie uns sogar noch Essen aus einem äthiopischen Restaurant vorbei gebracht, das wir ihrer Meinung nach unbedingt probieren sollten. Das Essen war super und ich bin immer noch erstaunt, was man auf Walmart-Parkplätzen so für Leute trifft. Am nächsten Tag sind wir dann zu dritt weitergefahren und haben die nächste Nacht auf einer Farm in der Nähe von Ottawa verbracht, auf der Hans schon ein mal vorher 3 Monate verbracht hatte. Der Farmer kam ursprünglich wohl dem Aussehen und dem Dialekt nach zu urteilen aus Indien oder Umgebung und war ein richtig netter und cooler Typ. Sein Haus hatte er sich hauptsächlich aus altern Materialien gebaut, die er günstig oder umsonst bekommen konnte. Trotzdem war es super-gemütlich und ein richtiges Kunstprojekt. Zum Beispiel hatte er mehrere Klaviere ganz oder in Einzelteilen in das Haus eingebaut. Meiner Meinung nach eine richtig gute Idee. Gestern Morgen sind wir dann weitergefahren und haben gegen Abend das Wohnmobil zurückgegeben. Die Nacht habe ich jetzt bei einem Couchsurfing-Host verbracht und richtig gut geschlafen. Mein Gastgeber ist so um die 40 rum und Uebersetzer. Ich sitze im Moment auf der Couch neben seinem Schreibtisch und ich konnte ihm gerade dabei zuhören, wie er per Telefonkonferenz zwischen einem englischsprachigen Mann und einer nur französisch sprechenden Sozialarbeiterin vermittelt hat. Das ist mal ein cooler Beruf. Er würde zwar gerne nur die ganze Zeit reisen, aber da dafür das Geld nicht reicht arbeitet er eben als Uebersetzer und verdient dabei nicht schlecht, sodass er seine Reisen finanzieren kann. Da er 7 Sprachen perfekt spricht ist das für ihn auch nicht allzu schwer. Deutsch gehört nicht dazu, aber ich bin ja auch hier um englisch und französisch zu lernen. Heute habe ich es immerhin geschafft, mir unter Zuhilfenahme meiner verbliebenen Französisch-Kenntnisse eine Aufladung für mein Handy zu kaufen. Heute Abend werde ich mir ein Zimmer anschauen, das ich für die nächsten Monate mieten könnte und morgen früh habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma, die PC-Spiele auf sprachliche Fehler testet. Sowohl das Zimmer als auch das Vorstellungsgespräch wurden mir von meiner ehemaligen Klassenkameradin Sonja vermittelt, die hier auch Work&Travel macht und hier in Montreal schon seit einiger Zeit arbeitet. Ich bin ziemlich dankbar und froh darüber, denn in Vancouver hat es ja recht lange gedauert, bis ich mal eine Stelle gefunden hatte. Mal hoffen, dass das alles klappt. Liebe Grüsse aus dem sonnigen und nicht allzu kalten Montreal, Tim

26.3.13 21:30

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