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Immer noch in Banff (10.02.2013)

Banff ist echt ein schönes Dorf, aber im Vergleich zu Vancouver dann doch echt klein. Die Umgebung ist richtig beeindruckend und ich bin hier auch schon einen der Berge in der Umgebung hoch gelaufen. Von dort oben hat man eine überragende Aussicht und ich habe hier zum ersten Mal in meinem Leben mit eigenen Augen einen zugefrorenen Fluss gesehen. Da die meisten Leute hauptsächlich nach Banff kommen um Ski oder Snowboard zu fahren, habe ich mir das natürlich auch nicht entgehen lassen. Es hat mich zwar einiges gekostet, aber ich bin vorgestern dann Ski fahren gegangen und habe in 4 Trainingsstunden dann auch gleich mehr gelernt als ich anfangs erwartet hatte. Dafür, dass ich das erste Mal überhaupt Ski gefahren bin war ich echt zufrieden. Ich muss wohl trotz der hohen Preise doch noch mal hier in Kanada Ski fahren gehen. Auch Ice Climbing habe ich gestern mal ausprobiert, wobei ich dafür nicht in die Berge gegangen bin, sondern es an einer Uebungswand hier im Dorf probiert habe. Ist schon ganz nett, aber es geht ganz schön auf die Unterarme. Ich hätte das gerne noch mal in den Bergen probiert, aber eine Ice Climbing Tour ist um einiges teurer als einen Tag Ski zu fahren und Skistunden zu nehmen. Dementsprechend werde ich das wohl eher nicht machen. Ansonsten geht es mir gut und ich schaue mich gerade nach einem Job um, den ich für 3 Wochen machen kann. Danach werde ich nämlich mit meinen ehemaligen Mitbewohnerinnen Eva und Jacqueline und einem Bekannten von ihnen in einem Wohnmobil von Calgary nach Montreal fahren. Die Frage ist jetzt nur, ob ich so lange noch hier in Banff bleibe, oder mich gleich auf den Weg nach Calgary mache. Mal schauen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Reise nach Montreal. Hier im Hostel verbringe ich eine schöne Zeit, da ich die ganze Zeit Leute aus aller Welt treffe und mir deswegen nie langweilig wird. Liebe Grüsse aus dem kalten aber sonnigen Banff, Tim

Fahrt nach Banff unf erster Eindruck (01./02.02.2013)

Vorgestern haben wir alle (Timm, Jacqueline, Eva und ich) uns an das Aufräumen und Putzen unserer Wohnung gemacht. Gestern Morgen war dann auch fast nichts mehr zu tun. Die beiden Mädels haben sich schon früh morgens um kurz nach 8 auf den Weg nach Kamloops gemacht, wo sie jetzt auf einer Farm für Verpflegung und Unterkunft mithelfen. Timm und ich haben dann noch in Ruhe gefrühstückt, alles fertig geputzt und aufgeräumt und uns dann um kurz nach 11 mit all unseren Sachen auf den Weg gemacht. Timm ist in Vancouver geblieben und gestern dann nur zur Arbeit gefahren und ich habe mich zur Central Station begeben und um Viertel nach 1 mittags den Bus nach Banff bestiegen. Auf der 13,5-stündigen Fahrt lagen Haltestellen wie Kamloops, Revelstoke, Golden, Lake Louise und letztendlich dann Banff. Ich habe mich auf der Fahrt mit einigen Leuten unterhalten und hatte trotz vorheriger Erzählungen über heruntergekommene Mitreisende in Greyhound-Bussen nicht das Gefühl in schlechter Gesellschaft zu sein. Ein älterer Mann hat mir auf englisch erzählt, dass er ursprünglich aus Frankreich kommt und natürlich gleich erkannt, dass ich aus Deutschland komme. Das ist so eine Sache... Mein Ziel ist es, dass mich die Leute nicht mehr gleich als Deutschen, oder zumindest Ausländer erkennen, aber dahin ist es noch ein weiter Weg. Mit zwei weiteren Mitreisenden habe ich mich vor allem in den Pausen unterhalten und ihnen beim Gras rauchen zugeschaut. Das ist hier so richtig typisch. Richtig viele Leute rauchen hier teilweise recht regelmässig Gras. Na ja. Einer der beiden kam auf jeden Fall ursprünglich aus Holland, ist aber schon seit 14 Jahren hier, der andere ist seit 1.5 Jahren hier und kommt aus Schottland. Ich mag zwar das kanadische Englisch, aber der schottische Akzent ist einfach nicht zu übertreffen. In Lake Louise habe ich bei einem 2 minütigen Zwischenstopp kurz meinem ehemaligen Mitbewohner Paul ein Paket übergeben, das in der Wohnung für ihn angekommen ist, als ich schon ausgezogen war. Wahrscheinlich werde ich sowohl Paul, als auch die Eva und Jacqueline demnächst hier in Banff wiedersehen. Allerdings kommt das wohl auch ein Bisschen darauf an, wie lange ich noch hier bleibe. Meine Ankunft hier in Banff war auf jeden Fall so ungefähr um Viertel nach 4 morgens und ich bin dann auch nur eine recht kurze Zeit durch die Gegend geirrt, bis ich das Samesun Hostel gefunden habe. Auf dem Weg dorthin, ziemlich direkt nach dem Aussteigen aus dem Bus, habe ich ein Stück weiter einen Kojoten über die Strasse laufen sehen. Der erste den ich hier gesehen habe. Hier sind schon viel mehr Tiere unterwegs als in Deutschland. Ich habe hier schon Stinktiere, Waschbären, Weisskopfseeadler und einen Kojoten gesehen. Ich hoffe ich bekomme auch noch irgendwann einen Bären zu sehen, allerdings würde es mir reichen ihn aus der Ferne zu betrachten... Auf jeden Fall habe ich hier im Hostel jetzt mal für die nächsten 2 Nächte eingecheckt und sitze gerade im Gemeinschaftsraum rum. Da ich meinen Zimmerschlüssel erst um 3 Uhr nachmittags bekommen werde, muss ich wohl noch 4 Stunden ungeduscht verbringen. Wenn mir die Leute aus dem Weg gehen sollten, könnte es also daran liegen... Oder an meinen verstrubbelten Haaren :D Ich werde mal schauen müssen ob ich hier einen Frisör finde. Heute morgen bin ich schon ein Stück einen der Berge hoch gelaufen, die Banff von fast allen Seiten umgeben. Die Aussicht ist echt schön, die Sonne scheint, es ist kalt, aber trocken und es liegt ein Bisschen Schnee. Damit kann ich ganz gut leben. Im Moment weiss ich noch nicht, wie lange ich hier in Banff bleiben werde, denn die Übernachtungen im Hostel sind ziemlich teuer und es könnte schwierig werden einen Job und eine Wohnung zu finden. Mal schauen. Vielleicht reise ich einfach nach den 2 gebuchten Nächten weiter nach Canmore. Das dauert nur ca. eine Viertelstunde und es fährt in regelmässigen Abständen ein Bus. Liebe Grüsse aus dem schön sonnigen Banff, Tim

Heimweg (28.01.2013)

Ich bin gerade von der Bushaltestelle nach Hause gelaufen und habe mir in einem Vorgarten zwei Waschbären angeschaut. Die sassen da in aller Ruhe und haben sich gegenseitig geputzt. Als ich mich dann so 4 Meter von ihnen entfernt hingestellt habe, hat sie das nicht wirklich gekümmert. Die beiden haben mich kurz angeschaut und sich dann wieder in aller Ruhe hingelegt. Erst das Stinktier das von der Seite angelaufen gekommen ist hat die Waschbären und mich dann ziemlich schnell in die Flucht geschlagen. Stinktiere sind schon üble Viecher. Sie sehen zwar echt goldig aus, aber ich gehe ihnen trotzdem lieber aus dem Weg. Mir wurde erzählt, dass man ein überfahrenes Stinktier noch auf 100 Meter Entfernung riechen kann. Ansonsten ziehe ich hier am ersten Februar aus und mache mich auf die 13-stündige Fahrt nach Banff. Dort angekommen hoffe ich dann, dass ich die Wohnung meines Couchsurfing-Gastgebers finde und dass es nicht allzu lange dauert bis ich dort einen Job finde. Banff ist ein Ski-Gebiet und liegt mitten in den Rockies. Ich freue mich schon drauf mal ein Bisschen mehr von Kanada zu sehen. Ich werde allerdings meine Mitbewohner und meine Mitarbeiter im Supermarkt vermissen. Allerdings denke ich, dass wir uns wahrscheinlich im Laufe des Jahres noch mal irgendwann über den Weg laufen. Da mein Rückflug nach Deutschland Mitte September von Vancouver aus geht, werde ich auf jeden Fall noch mal die Chance haben im Greens Market vorbeizuschauen und meine Mitarbeiter wiederzusehen. Sooo nette Leute... Na ja. Es war jetzt aber mal Zeit dem Regen zu entfliehen und mich dem Schnee zuzuwenden. Zumindest sage ich das jetzt noch... Liebe Grüsse aus dem schönen Vancouver, Tim

Reiseplanung (08.01. 2013)

Inzwischen habe ich meinem Chef mitgeteilt, dass ich Ende des Monats weiterreisen möchte. Er war davon wie erwartet nicht arg begeistert und ich hatte echt ein schlechtes Gewissen. Als er mich eingestellt hat, habe ich ihm nämlich noch gesagt, dass ich bis zum Frühling sowieso in Vancouver bleiben möchte und es deswegen wohl kein Problem sein sollte für 6 Monate beim Supermarkt zu arbeiten. Allerdings haben sich meine Pläne seitdem etwas geändert, was zum grössten Teil auf den vielen Regen hier zurückzuführen ist. Ende des Monats läuft sowieso der Mietvertrag hier aus und 2 meiner drei Mitbewohner fangen an zu reisen, also scheint mir der Zeitpunkt gut gewählt. Bis jetzt bin ich mir noch nicht ganz sicher, wohin ich reisen möchte, aber ich freue mich schon darauf, mal ein Bisschen von der kanadischen Kälte zu erleben. Eine meiner Ideen zur Weiterreise ist, mich auf den Weg nach Calgary zu machen. Das liegt von hier aus gesehen auf der anderen Seite der Rockies und dort ist es auf jeden Fall recht kalt. Eine grosse Stadt ist es auch und es soll dort recht schön sein. Auf dem Weg dorthin komme ich an Skigebieten wie Lake Luise. Banff, etc. vorbei und einige meiner Mitarbeiter haben mir geraten, doch lieber erst mal ein Bisschen Zeit in Städten bzw. Dörfern in den Rockies zu verbringen. Mal schauen. Im Moment habe ich noch ein Bisschen Zeit um zu planen. Es wird auf jeden Fall darauf hinauslaufen, dass ich ca. 15 bis 16 Stunden Bus fahren muss, um an mein Ziel zu kommen... Genug langweiliger Alltag hier. 4 Monate hier in Vancouver sind jetzt auch erst mal genug. Liebe Grüsse aus dem, wie sollte es auch anders sein, verregneten Vancouver, Tim

Sushi (03.01.2013)

Vancouver ist eine der teuersten Städte Nordamerikas, wenn es ums Einkaufen von Lebensmitteln geht. Eins muss man den Leuten hier allerdings zugute halten. Sie haben echt günstige Sushi-Restaurants. Ich war nämlich heute mit meinen Mitbewohnern in einem dieser Restaurants und ich habe für eine Riesenmenge richtig guter Sushi mit Ingwer, Wasabi und Sojasosse und einen Sea weed salad nur 10Can$ gezahlt (Trinkgeld mit einberechnet...). Man merkt schon den Einfluss der ganzen asiatischen Einwanderer. Ich werde wohl noch ein richtiger Sushi- und Ingwerfan. Weiterhin war das Wetter heute wieder überragend, was allerdings nichts an meinem Entschluss ändert, mich möglichst schon Ende des Monats auf den Weg in eine andere Stadt zu machen. Vancouver ist echt schön, doch regnet es mir hier im Moment bei weitem zu viel. Ausserdem ist es bestimmt auch mal eine interessante Erfahrung in einer Gegend zu sein, in der es richtig kalt wird. So ganz sicher bin ich mir noch nicht, wohin ich mich auf den Weg machen will. Es gibt dann doch einige Möglichkeiten und verschiedene Leute erzählen verschiedene Dinge über die gleichen Städte. Mal schauen... Liebe Grüsse, Tim

Weihnachten, Silvester, etc. (02.01.2013)

Weihnachten ist jetzt vorbei und das neue Jahr hat schon angefangen. So ohne die Familie ist Weihnachten zwar schon etwas anders, aber schön war es trotzdem. Am 24. Dezember musste ich bis um 19.30 Uhr arbeiten und als ich nach Hause gekommen bin, war noch keiner meiner Mitbewohner daheim. Paul hat noch gearbeitet (bis 3 Uhr nachts den Weihnachtsmarkt mit abgebaut) und die beiden Mädels waren mit Evas Schwester in Downtown. Also sass ich erst einmal zuhause rum und habe mir Rührei gemacht. Für den 24.12. fand ich das als Abendessen recht armselig. Während ich also so in der Küche sass und gegessen habe, habe ich die ganze Zeit gehört wie die Leute in der Wohnung unter unserer geredet haben. Dabei ist mir dann eingefallen, dass zwei Briefe für Leute in dieser Wohnung fälschlicherweise bei uns angekommen waren. Also habe ich mir nach dem Essen diese Briefe genommen und bei unseren Nachbarn (also falls man das so nennen kann, wenn Leute statt neben einem unter einem wohnen...) an die Tür geklopft. Daraufhin wurde mir sofort klar gemacht, dass ich nicht wieder gehen könnte, ohne vorher ein Bisschen etwas getrunken zu haben. In der Wohnung unter uns wohnen ein Spanier, eine Russin, eine Kasachin, eine Slowakin, ein Slowake und ein Weissrusse. Alle zusammen sind sie richtig gut drauf und haben dafür gesorgt, dass der 24. weit weniger traurig war, als er angefangen hat... Ich wurde auf Wein, Bier, Tequila, Fisch mit Kartoffelsalat, Baccardi und selbst gebrannten Schnaps aus Weissrussland eingeladen, habe dankend angenommen und mit viel Vergnügen mit der ganzen Gesellschaft bis 4 Uhr nachts Monopoly gespielt. Am 25. hatten wir dann abends einige Bekannte eingeladen und haben alle zusammen gut gegessen. Sogar Pudding aus deutschem Puddingpulver mit deutschen Butterkeksen drin gab es...^^ Der Abend war richtig schön. An Silvester waren wir auf der Party eines witzigen Couchsurfers, der in seine doch recht kleine Wohnung eine ganze Menge Leute eingeladen hatte. Der Abend war echt interessant und lustig, allerdings habe ich mal wieder gemerkt, dass meine Französisch-Kenntnisse etwas zu wünschen übrig lassen. Da es Paul so um halb 2 rum dann nicht mehr so gut ging, habe ich mich mit ihm zusammen auf den Heimweg gemacht. Er wollte sich recht gerne in sein Bett begeben und auch die Tatsache, dass er sich aufgrund leichter Probleme mit dem Gleichgewichtssinn seinen Hinterkopf am Boden angeschlagen hatte, war ein guter Grund nach Hause zu gehen. Trotz allem war es ein guter Abend, obwohl ich es schade fand, dass es so gut wie kein Feuerwerk gab (Feuerwerkskörper werden hier nur zu Halloween verkauft und selbst dann braucht man zum Kauf eine Lizenz). Gestern habe ich den Tag dann eher ruhig angehen lassen. Heute und Morgen musste bzw. muss ich auch nicht arbeiten und da ist es echt nicht schlecht, dass das Wetter im Moment richtig schön ist. Die Aussicht auf die schneebedeckten Berge war heute richtig schön. Paul ist übrigens heute Morgen ausgezogen und fährt jetzt erst einmal für ein paar Tage in den USA Ski bevor er sich dann auf den Weg in eine andere Stadt macht, wobei er allerdings noch nicht genau weiss welche. Eingezogen ist hier jetzt Timm, den wir im Hostel kennen gelernt haben und der schon oft bei uns zu Besuch war. So. Genug geschrieben. Meine Finger sind schon fast wund :D Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! Liebe Grüsse, Tim

Vorweihnachtsstimmung (23.12.2012)

Eingelebt hab ich mich hier jetzt ja. Deswegen weiss ich meistens gar nicht was ich denn so schreiben könnte. Doch inzwischen gibt es wieder einiges zu berichten. Zuerst einmal war vor ungefähr einer Woche die Weihnachtsfeier vom Greens Market. Eigentlich hat die Feier schon um 7 pm angefangen, allerdings hatte ich die Schicht bis um 10.15 pm und durfte erst um 9 in den Club auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Dort angekommen hatte ich erst mal genug damit zu tun alle zu begrüssen, meine zwei Getränke-Marken entgegen zu nehmen und mich mit Essen zu versorgen. Danach habe ich mir dann meine 2 Bier geholt (endlich mal gutes Bier) und mich mit einigen meiner Mitarbeiter unterhalten und mit ihnen gefeiert. Ich kann ohne Einschränkung sagen, dass ich nur coole und nette Mitarbeiter und Chefs habe und mir der Job deswegen recht viel Spass macht. Nachdem sich dann ungefähr gegen 1 am die meisten auf dem Weg gemacht haben bin ich dann auch gegangen und so um halb 2 dann auch zuhause angekommen. Meine Mitbewohner waren allerdings noch nicht daheim, da Jacqueline Geburtstag hatte. Kurz nachdem ich also zuhause angekommen bin, habe ich dann einen Anruf von Paul bekommen, der gemeint hat ich solle doch mal nach Downtown kommen und mit ihnen Bier trinken. Das habe ich mir dann nicht zwei mal sagen lassen und habe mich wieder auf den Weg gemacht. Als ich fast in Downtown angekommen war, habe ich dann einen Anruf von Eva und Jacqueline bekommen, die mich dazu aufgefordert haben, nicht ans Handy zu gehen, falls Paul anruft, da "das ja der Polizist sein könnte". Nach einigen Nachfragen meinerseits habe ich dann auch herausgefunden, dass Paul in etwas angetrunkenem Zustand aus Versehen in einen Polizisten gerannt war. Dieser Polizist fand das anscheinend gar nicht amüsant und hat Paul gleich mal Handschellen angelegt. Nachdem Paul ihm dann allerdings erklärt hat, das es ein Versehen war, wurden ihm die Handschellen wieder abgenommen und er durfte mit einer Verwarnung wieder gehen. Alles in allem war das eine recht ereignisreiche und amüsante Nacht und ich habe es nicht bereut noch nach Downtown gefahren zu sein. Ansonsten habe ich mich in letzter Zeit ab und zu daran versucht Brot und Hefezopf zu backen und war mit den Ergebnissen weit zufriedener als mit dem kanadischen Brot. So etwas wie eine harte Kruste scheint den Kanadiern unbekannt zu sein. Fast alle Brote hier sind weich. Zum Glück haben wenigstens die Baguettes die gewohnte Kruste. So. Genug zum Essen. Vorgestern, halt, inzwischen schon vor 3 Tagen lagen morgens 10-15 cm Schnee. Daraufhin herrschte dann in ganz Vancouver das Chaos. So etwas wie Schnee ist man hier ganz offensichtlich nicht gewohnt. Da im Winter oft gar kein Schnee fällt sind die Menschen hier einfach nicht darauf vorbereitet. Keiner denkt auch nur im Entferntesten an Winterreifen. Der erste der beiden Busse die ich auf meinem Arbeitsweg nehmen muss ist überhaupt nicht mehr gefahren, da die Oberleitung (ja, hier gibt es Oberleitungsbusse) einen Schaden hatte und der zweite ist unerträglich langsam vorangekommen. Dementsprechend war ich dann auch trotz 45 Minuten Zeit bei ca. 35 Minuten normaler Fahrtdauer erst eine halbe Stunde nach eigentlichem Arbeitsbeginn im Supermarkt. Dort hat mir das allerdings keiner übel genommen, da andere Mitarbeiter gar nicht zu Arbeit gekommen waren und manche viel mehr Verspätung hatten als ich. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kanadier in kälteren Teilen Kandas (in Yellowknife hat es z.B. gerade -33°C) sich gut amüsieren, wenn sie sehen was für ein Chaos so ein Bisschen Schnee hier auslöst... So. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. Der Rest steht in den vorherigen Einträgen. Auch meine Angewohnheit etwas lange wach zu bleiben hat sich nicht geändert. Dementsprechend "Gute Nacht!" bzw. "Guten Morgen!" und euch allen frohe Weihnachten. Liebe Grüsse aus dem inzwischen "zum Glück" wieder regnerischen Vancouver, Tim